Thüringer Glaskugelschmuck

Der Brauch, den Weihnachtsbaum mit Glaskugeln zu schmücken, entstammt nicht dem Volk. Ursprünglich dienten Äpfel und Nüsse als Christbaumschmuck. In den adeligen Familien wurden die Nüsse später vergoldet und die Äpfel durch versilberte Glaskugeln ersetzt.

1870 erfindet Justus Liebig aus Morgenstern bei Gablonz die Kunst, Glaskörper von innen zu versilbern.
Der gläserne Christbaumschmuck wurde seit der Mitte des 19. Jahrhunderts vor allem durch Heimarbeiter in Thüringen angefertigt. Erhalten geblieben ist das Auftragsbuch eines Glasbläsers, in dem 1848 zum ersten Mal ein Auftrag über sechs Dutzend Weihnachtskugeln in verschiedenen Größen vermerkt ist. In den Anfängen der Herstellung nutzten die Glasbläser eine gesundheitsschädliche Zinn-Blei-Legierung zur Verspiegelung der Glasoberflächen.

  

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